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19. Dezember 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 51 Ausgabe: Nr. 51 » December 18, 2008

Ein geringeres Defizit

von Joël Hoffmann, December 18, 2008
Neben dem Budget für das Jahr 2009 stand am vergangenen Montag die Verabschiedung des langjährigen Gemeindeverwalters, Jean-Pierre Bloch, im Zentrum der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in der Israelitischen Gemeinde Basel.

Vergangenen Montag nahmen 147 Gemeindemitglieder an der ausserordentlichen Versammlung der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) teil. Diese hohe Zahl ist vor allem durch die Verabschiedung Jean-Pierre Blochs zu erklären, der über 35 Jahre Verwalter der IGB war. Erstes Traktandum war allerdings das Budget 2009, das sich mit einem Defizit von 305 000 Franken um 69 000 Franken reduziert hat. Die Gründe für diese positive Entwicklung sind unter anderem bei den Ausgaben für die Gehältern zu finden, die um 26 000 Franken abnahmen. So fällt beispielsweise die Doppelbesetzung der Rabbiner nach dem Abschied von Rabbiner Arie Folger weg. Neuerdings müssen aber die Mietzuschüsse für Angestellte als Lohn deklariert werden. Zudem hat die IGB einen neuen Jugendleiter und auch in punkto Sicherheit wurde ausgebaut. Positiv schlägt zudem zu Buche, dass der Posten Mieten um 78 000 Franken reduziert wurde.
Der Posten für Events wurde um 13 000 Franken angehoben, damit die Attraktivität der Gemeinde erhöht werden kann. Denn auf der Ertragsseite werden 94 000 tiefere Steuereinnahmen budgetiert, weil die Zahl der Gemeindemitglieder rückläufig ist. Zudem wurde die Maximalsteuer erstmals der Teuerung angepasst und zwar von 20 400 auf 21 700 Franken. Auch für 2009 darf die IGB mit dem Solidaritätsbeitrag des Vereins La Charmille von rund 200 000 Franken rechnen. Das Budget 2009 wurde von den Anwesenden klar mit 146 Stimmen und einer Enthaltung genehmigt.

Technische Probleme

Die Umsetzung für das geplante Sicherheitstor verzögert sich, da bei der Verlegung der Leitungen für die für das Tor unabdingbaren Videoanlagen ungeahnte technische Probleme zu lösen sind. Bis im April sollten diese aber behoben sein. Die Mehrkosten sind noch nicht bekannt, doch da die Anlage aus Rückstellungen finanziert wird, hat dies keine Auswirkungen auf das laufende Budget.

Abschied in Raten

Nach über 35 Jahren geht der Verwalter der IGB, Jean-Pierre Bloch, in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist Hélène Loeb-Meyer. Bloch führte die IGB ins Zeitalter der Computer. Durch seine frühere Tätigkeit bei IBM war er massgeblich am Aufbau der EDV beteiligt. Des Weiteren erlebte er hautnah die Renovation der Synagoge mit. Für eine Zeit lang bleibt er der IGB allerdings noch als Buchhalter mit einem Pensum von 25 Prozent erhalten.





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