verurteilt
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das frühere Kadermitglied der Schweizer Niederlassung der Bank Leumi bis Anfang 2001 über Jahre hinweg fremde Konten regelrecht geplündert hatte. Der Schaden für die Bank wird auf deutlich über 100 Millionen Franken beziffert. Obwohl das Anklagedossier mehrfach die Hand gewechselt hatte und Imfelds Anwälte Formfehler geltend machten, folgte das Gericht der Anklage und verhängte die hohe Strafe gegen den 57-Jährigen – die Beweislast war zu erdrückend. Unter anderem existiert eine Tonbandaufnahme, auf der Imfeld gegenüber einem Vorgesetzten ein Geständnis ablegt. In der mündlichen Urteilseröffnung war unter anderem von «menschenverachtender Gesinnung» die Rede. Imfeld habe nicht aus finanzieller Not, sondern einzig aus «Gier und Geltungssucht» gehandelt. Ein Grossteil des veruntreuten Geldes gab der fehlbare Banker in Form von luxuriösen Geschenken an Dritte weiter. Imfelds Verteidiger kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. [sis]


