enfant terrible
1972 schockierte Serge Gainsbourg mit seinem Lied «Je t’âime … moi non plus», das er gemeinsam mit Jane Birkin 1972 interpretierte, viele Zeitgenossen, doch er landete auch einen Welthit. Gainsbourg, der als Lucien Ginsburg 1928 geboren wurde, erhielt von seinem Vater klassischen Klavierunterricht. Im Krieg zog die jüdische Familie aufs Land und kehrte erst nach Kriegsende nach Paris zurück. Dort schlug sich Gainsbourg als Künstler und Musiker durch, bis sein Talent als Chansonschreiber entdeckt wurde. Er schrieb für Grössen wie Juliette Gréco und France Gall und war Teil der Künstlerszene von Paris, die er mit seinem Schaffen beeinflusste. Auch war der Lebemann Gainsbourg immer wieder gut für einen Skandal, der seine Arbeiten oft in den Hintergrund der Wahrnehmung treten liess. Nun widmet die Cité de la Musique in Paris dem Künstler, der 1991 verstarb, die Ausstellung «Gainsbourg 2008», die noch bis zum 1. März 2009 zu sehen ist. [TA]


