Keine Spur von den Tätern
Die Polizei ermittelt wegen Verstosses gegen das Antirassismusgesetz, doch gibt es keine konkreten Hinweise auf die Täterschaft. Auf Anfrage von tachles heisst es bei der Staatsanwaltschaft Basel, dass man zwar von einem direkten Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht ausgehe, weitere Anhaltspunkt habe man aber nicht. Der Vorfall hatte für internationales Echo gesorgt. Die beiden Plakate trugen die Aufschrift «Schweizer wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!», die verwendete gebrochene Schrift erinnert deutlich an Plakate der Nazis, in der Mitte des Plakats prangt gross ein gelber Judenstern. Es scheint, als habe jemand den Schriftzug der Nazizeit entsprechend bearbeitet und dabei einfach «Deutsche» durch «Schweizer» ersetzt. Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Markus Melzl betont, dass dies der einzige Vorfall sei, der der Polizei gemeldet wurde. Ansonsten habe es in Basel keinerlei Schmierereien oder sonstige antisemitische Aktionen während des Gedenkens an die Pogramnacht gegeben. [sis]


