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Revue Juive Nr.01 Ausgabe: Nr. 1 » October 15, 2008

Wadee hade dude da v/s Ping-Pong

von Louis Hanhart, October 9, 2008
Was für Deutschland der TV-Klamaukmann Nummer eins, Stefan Raab ist, soll beim Eurovision-Finale am 13. Mai in Schweden für Israel die Gruppe «Ping-Pong» sein&#059; ein Gewinner! Auch sie machen mit unkonventionellen Mitteln und Originalität auf sich aufmerksam.

Die Truppe Ping-Pong - bestehend aus Roy, Guy, Ahel und Yifat - wird am kommenden Samstagabend Israel beim alljährlichen Liederwettstreit der Eurovision in Stockholm vertreten. Dabei hoffen natürlich auch sie, genau wie die Vertreter der restlichen 23 Länder, auf den Sieg und den damit verbundenen Durchbruch im internationalen Showbusiness. Das Lied «Sameach» wurde nicht wie in früheren Jahren üblich durch eine offizielle Vorausscheidung vom Publikum gewählt, sondern von einer Gruppe «interner» Experten der israelischen Fernsehanstalt für das finale nominiert. Der Weg nach Stockholm war allerdings mit einigen lauten Nebengeräuschen verbunden, denn der Klang von knallenden Champagnerkorken war kaum verklungen, als sich die Zweitplatzierten lauthals «Schiebung» rufend bemerkbar machten, da sie sich um den Sieg betrogen fühlten. Dies aufgrund einer Regelung, die besagt, dass ausschliesslich Komponisten und Texter am Wettbewerb teilnehmen dürfen, die der Vereinigung der israelischen Texter und Dichter angehören. Das ist beim Team, welches «Sameach» produzierten, aber nicht der Fall. Schlussendlich wurde von den Verantwortlichen dann aber doch an der ursprünglichen Wahl, also Ping-Pong, festgehalten. Die Gruppe wird den Wettstreit mit der Startnummer 1 eröffnen. Die Chancen zum Sieg stehen nicht schlecht. Der Beitrag kommt flott, rhythmisch und vor allem zum Mitwippen. Die erste Teilnahme im seit 1956 ausgetragenen Contest fand 1973 statt. Damals sang die europaweit bekannte Ilanit «Ey sham» und erreichte damit einen mehr als respektablen vierten Platz. Erinnern werden sich die meisten noch an die mittlerweile zu Evergreens gewordenen Siegertitel aus den 70er Jahren 1978, Izhar Cohen & Alpa Beta «A ba ni bi» sowie 1979 Milk & Honey «Hallelujah». Spitzenplätze erreichten auch so renommierte israelische Künstler wie Avi toledano (2. 1982) oder die erst kürzlich verstorbene Ofra Haza (2. 1983) oder auch Yardena Arazi (7. 1988). Zum bisher dritten und letzten Sieg kam Israel 1998, damals vertreten durch die umstrittene Dana international und ihrem Song «Diva». Dana International konnte zwar keine, wie ihr Name vermuten lässt, internationale Karriere starten, bei den Fans des Grand Prix geniesst sie jedoch absoluten Kultstatus.





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