Russen-Alijah steigt
Im ersten Quartal des laufenden Jahres trafen 7933 Immigranten aus Russland in Israel ein, verglichen mit 3673 in der Vergleichsperiode 1998. Der Zuwachs beträgt unglaubliche 116%. In den ersten vier Monaten 1999 kamen total 16 389 Olim aus den GUS-Republiken nach Israel, gegenüber 13 336 im ersten Quartal 1998. Hält dieser Trend an, dürften bis Ende 1999 rund 60 000 Neueinwanderer aus der GUS in Israel eingetroffen sein. Seit Ausbruch der wirtschaftlichen und politischen Krise in Russland im August 1998 geben die meisten auswandernden Juden den Antisemitismus als Grund für ihre Alijah an. Das ergibt eine Untersuchung der Abteilung der Jewish Agency für die ehemalige Sowjetunion. Die Untersuchung wurde in den Monaten März bis Mai 1999 unter 1054 Immigranten aus Russland durchgeführt, welche Gebrauch von den Flugstationen der Jewish Agency machten. Das sind 85% aller Einwanderer, die in der Berichtsperiode via Moskau in Israel eintrafen. Auf die Bitte, zwei Hauptgründe für ihre Auswanderung nach Israel an zugeben, führten 31% der Interviewten den Antisemitismus als einen von zwei Gründen an. Bei einer ähnlichen Studie im Zeitraum Februar bis Juni 1998 waren es erst 9% gewesen. 58% der Interviewten nannten auch die \"Sorge um die Zukunft ihrer Kinder\". Den Faktor \"politische Instabilität\" führten 14% der Befragten ins Felde.


