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Revue Juive Nr.01 Ausgabe: Nr. 1 » October 15, 2008

Israel muss radikal umdenken

October 9, 2008

Noch ist es zu früh, um beurteilen zu können, ob die Politik von Premierminister Ariel Sharon Palästinenser und Israelis wieder an den Verhandlungstisch zurückbringen wird. Die zentrale Frage lautet zurzeit: Wollen die Palästinenser wirklich in Frieden und Harmonie leben? Obwohl Ehud Barak als Regierungschef den Palästinensern mehr als irgendein anderer israelischer Politiker zuvor offeriert hatte, wies Arafat das Angebot zurück und antwortete mit erneuter Gewalt.
Anscheinend ist der palästinensische Friedens-Nobelpreisträger zum Schluss gelangt, der Friede sei nicht wirklich eine Option für seine diktatorischen Ansichten. Indem die israelische Öffentlichkeit Baraks Politik in Bausch und Bogen ablehnte, gab sie zu verstehen, dass für sie Arafat kein echter Friedenspartner ist und wahrscheinlich nie sein wird. Von ihm benutzte Slogans wie «Der Friede der Tapferen» entbehrten jeder Bedeutung und Ehrlichkeit. Sharon, das ist klar ersichtlich, hat keine Lust, über «Frieden» zu sprechen, während die Gewalt andauert, auch wenn Shimon Peres unerklärlicherweise immer noch empfiehlt, man solle sich mit den Palästinensern zusammensetzen, auch wenn diese fortfahren, Israelis zu töten und zu verwunden. Für Peres’ Gedankengänge findet sich keine Logik; es ist konfuses, naives Denken. Der heutige Aussenminister ist etwa mit dem Boxer zu vergleichen, der unaufhörlich niedergeschlagen wird, aber drauf besteht, weiterzumachen.
Die Bevölkerung der Palästinensischen Behörde (PA) erhält täglich ihre Dosis an Hass gegen ihre jüdischen Nachbarn verabreicht. Die UNO und die EU zahlen noch immer für Schulbücher in den von der PA verwalteten Gebieten, die voller Hetze und geschichtlichem Revisionismus sind. Zudem sind auch die Medien der PA voller Hass und Hetze, aber ohne Versöhnung und nie konstruktiv. All dies führt zur Frage nach der Möglichkeit oder sogar der Wünschbarkeit eines echten Friedens zwischen den beiden Völkern. Die bedauernswerte Schlussfolgerung ist, dass die Palästinenser weder heute noch in einer absehbaren Zukunft bereit sind, mit Israel im Frieden zu leben.
Arafat hat unmissverständlich erklärt, die Intifada werde weitergehen. Jedesmal aber, wenn Israel im Bestreben, die Gewalt einzudämmen, seine Grenzen schliesst, protestiert die PA. Als souveräner Staat hat Israel das Recht, zu sagen, wem es den Aufenthalt in seinen Grenzen gestatten will, und eine Verpflichtung, für die Beschäftigung der Palästinenser zu sorgen, ist Israel nicht eingegangen. Vor dem Hintergrund der Geschehnisse sollte von Gesetzes wegen kein Palästinenser in Israel arbeiten dürfen. Sollten die Arbeitskräfte knapp werden, gibt es viele andere Staatsangehörige, die nur zu gerne bereit sind, die Lücken zu füllen. Für ein solches Verhalten gibt es arabische Präzedenzfälle. Ein Israeli soll doch mal versuchen, in Saudi-Arabien, Iran, Libanon, Syrien, Libyen usw. zu arbeiten oder diese Länder auch nur besuchen zu wollen.Israel sollte eine Pause ausrufen, und zwar eine lange. Dann sollte man sich so vollständig als möglich von den Palästinensern trennen, bis diese bereit sind, sich wie normale Nachbarn zu verhalten. Jedesmal, wenn Arafat eine neue Terrorattacke gegen Israel lanciert, sollte die Antwort in einem Unterbruch der Versorgung der PA mit israelisch produzierter Elektrizität bestehen. Diese Handlungsweise würde, so denke ich, jedem Palästinenser beibringen, dass man nicht auf der einen Seite Juden ermorden und auf der anderen Seite Rücksicht erwarten darf.
Bis die Palästinenser sich zu einem wahren Frieden mit Israel durchringen, sollten die beiden Einheiten physisch getrennt sein. Israelis sollten keinerlei Produkte von den Palästinensern kaufen. Sollen doch ihre arabischen Brüder die Finanzhilfe leisten, die sie zur Förderung der palästinensischen Infrastruktur in den Sektoren Wohnbau und Industrie ständig versprechen. In Tat und Wahrheit ist die PA doch eine korrupte Organisation, welche die Notlage ihrer eigenen Leute als Mittel zur Fortsetzung ihres Terrors und Hasses benutzt.
Die Welt wird sich nicht ändern; die unausgeglichene, irrationale Unterstützung für Terrorregimes wird fortdauern. Und stets wird der Antisemitismus seine schändliche Rolle bei der Festsetzung der Politik gegen Israel spielen. Solange der Westen vom Öl abhängt, wird Israel nie in der Lage sein, von eben diesem Westen die angepasste moralische Rückenstärkung zu erhalten. Da ist es völlig egal, dass Israel die einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten ist. Im Vergleich zur Macht des Öls ist das nicht einmal den Amerikanern von Bedeutung.
Israel ist moralisch wie militärisch eine starke Nation. Das jüdische Volk muss vereint gegen den grundlosen Hass auftreten. Wenn wir uns mit Ehrlichkeit und Charakterstärke der wirklichen Situation in unserer Region stellen, werden wir überleben und gedeihen und eine Führungsrolle in der freien Welt einnehmen.





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