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Revue Juive Nr.01 Ausgabe: Nr. 1 » October 15, 2008

Infineon geht an die Börse

von Hans Dankwart und Gudrun Vogt, October 9, 2008
Unter dem Namen Infineon firmiert seit 1. April 1999 das Halbleiter-Geschäft des Siemens Konzerns. Der Spin-Off strebt jetzt den Börsengang in Frankfurt und New York an. Tel Aviv ist Sitz eines der wichtigen Enwicklungsbüros für Software- und Telekommunikationsentwicklung. Bereits gibt es wichtige Joint ventures mit IBM, Motorola, Sun Microsystems oder Nokia.
Börsengang: Infineon-Chef Schumacher am letzten Montag in Frankfurt. - Foto KY

Die Preisspanne und das Emissionsvolumen sollen am 21. Februar festgelegt werden. Die Handelsaufnahme für den amtlichen Handel ist für den 13. März in Frankfurt vorgesehen. Gleichzeitig soll der Start am New York Stock Exchange erfolgen. Siemens bringt ca. 25-30% der Anteile an dem Tochterunternehmen an die Börse. Zusätzlich wird es eine Kapitalerhöhung geben. Die Anteile werden privaten und institutionellen Anlegern in Deutschland und in den USA angeboten. Konsortialführer sind in Deutschland die Deutsche Bank AG und Goldman & Sachs. Die internationale Tranche wird über ABN Amro, Rothschild, CreditSuisse First Boston, Chase, ING Baring, Merrill Lynch, Warburg Dillon Read u.a. verkauft. Die Wertpapierkennnummer (WKN) in Frankfurt ist 623 100. Das Namenskürzel in den USA und Deutschland ist «IFX».

Neue Strukturierung

Bevor Siemens seine Halbleitertechnik unter den Namen Infineon aus dem Konzern ausgliederte, reduzierte man die vorhandenen acht Geschäftsbereiche auf fünf. Infineon ist somit seit dem 1. April letzten Jahres nur noch in den Bereichen Automotive & Industrial, Communications & Peripherials, Wireless Products, Memory Products und Security & Chip Cards tätig. Hier strebt die weltweit tätige Firma eine führende Marktposition an. Inzwischen wurde neben Bristol in Grossbritannien und Aalborg in Dänemark auch ein Entwicklungsbüro in Tel Aviv eröffnet. Infineon hat in Tel Aviv zur Zeit 68 Mitarbeitende. Die Niederlassung befasst sich vor allem mit der Software-Entwicklung von Hochleistungsdatenspeichern sowie Telekommunikations-Systemen. Joint ventures bestehen mit IBM, Motorola, Nokia und Sun Microsystems.

Neuer 256MB-Chip

Im Herbst vergangenen Jahres konnte der weltweit erste voll funktionsfähige 256 Megabit-Chip vorgestellt werden. Um die Technologieführerschaft zu behaupten und auszubauen investiert die zu Infineon gehörende Venture-Capital-Gesellschaft \'Infineon Ventures\' in zehn vielversprechende Start-Ups. Neben Risikokapital werden die Venture-Partner auch mit Know-how im Mikroelektronik- und Produktionsbereich unterstützt. Die Umsatzsteigerung um 33% im ersten Geschäftsjahr katapultierte Infineon auf Platz 8 der Weltrangliste der in dieser Branche tätigen Unternehmen.


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