Für die friedliche Koexistenz
Israel und die palästinensische Autonomie erleben schwere Zeiten und sind grossen Spannungen ausgesetzt. Jerusalem nimmt dabei eine besonders exponierte Stellung ein. Die oft sehr einseitige Berichterstattung in den internationalen Medien über die bewaffneten Angriffe tausender von Palästinensern auf israelische Militärposten und Ortschaften - innerhalb Israels und in Gebieten, die nicht zur palästinensischen Autonomie gehören - sowie über die (ebenfalls bewaffneten) Reaktionen der israelischen Sicherheitskräfte tragen kaum Positives bei. Aus diesem Grund möchten wir vor allem die westliche, christliche Welt dran erinnern, dass im Verlauf der 19 Jahre währenden jordanischen Herrschaft über Ost-Jerusalem und die Altstadt die dortigen Synagogen vollständig zerstört wurden und für die Juden ihre heiligen Stätten unerreichbar waren, obwohl der UNO-Beschluss die Jordanier verpflichtete, den Juden den freien Zugang zur Klagemauer zu gewähren. Auch den zahlreichen christlichen Konfessionen wurde der Zugang und das Gebiet erschwert. Erst seit der Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 sind - zum ersten Mal in der Geschichte Jerusalems - die heiligen Stätten aller drei Religionen allen Gläubigen uneingeschränkt zugänglich. Dies soll auch weiter so bleiben. Es ist daher heute wichtiger denn je, die Bemühungen um eine friedliche Koexistenz aller Jerusalemer Bevölkerungsgruppen fortzusetzen. Hier ist es ermutigend, dass die zahlreichen von der Jerusalemer Foundation durchgeführten Projekte zum Wohle der arabischen Einwohnerschaft der Stadt sowie einige der gemeinsamen jüdisch-arabischen Programme auch während der Unruhen ungestört weiter betrieben wurden und uns somit weiterhin auf eine bessere, konstruktivere Zukunft hoffen lassen.


