«Die einzige Spende, die wächst»
Dass der KKL Deutschland sich einer breiten Unterstützung erfreut, zeigte die illustre Gästeliste am ersten Gala-Dinner am vergangenen Sonntagabend in Frankfurt. Neben dem hessischen Umweltminister Wilhelm Dizel, Salomon Korn, Präsident der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Paul Spiegel und Michel Friedmann, Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Künstler Otmar Alt oder Arthur Plotke, KKL-Präsident Schweiz, erschien eine breite Spenderschaft. Innenminister Otto Schilly sagte seine Teilnahme am Dinner wegen seiner unvorhergesehenen Abreise in die Türkei kurzfristig ab.
Wassernot lindern
Im Mittelpunkt stand am Gala-Dinner des KKL Deutschland dessen derzeitiges Hauptprojekt; ein terrassiertes Wasserreservoir im Yatir-Tal. Wie der KKL-Co-Weltvorsitzende Yehiel Leked gegenüber der JR ausführte, ist der KKL weltweit auf Spendensuche für die Errichtung von 100 Wasserreservoiren, die er innert sechs Jahren verwirklichen möchte. Die 115 bereits existierenden Wasserreservoire liefern heute fünf Prozent des Gesamtverbrauchs. Im Jahre 1999 ist die Wassermarke des Kineret erstmals unter die rote Marke gesunken, für Israel und den Nahen Osten stellt dies eine akute Gefahr dar.
«Benefiz heisst schnorren»
Janusz Kurosczyk, KKL-Präsident Deutschland, meinte in seiner Ansprache: «Der Frieden hat eine Basis in der Bewohnbarmachung des Landes.» Und mit einem feurigen Aufruf forderte Michel Friedmann zur Spende auf. Salomon Korn lobte die Investition in KKL-Bäume als «die einzige Spende, die wächst». Mit seiner satirischen Darbietung vermittelte der Schriftsteller Ephraim Kishon auf humorvolle Weise die Eigenart Israels und seines Volkes, wobei er gleichzeitig verdeutlichte, mit welchen politischen und gesellschaftlichen Problemen das Land konfrontiert ist. Und Kishon machte unzweideutig klar, dass der Benefizabend meint, dass Geld für den KKL «geschnorrt» und schliesslich auch gespendet werden sollte. Mit seinem Dank an Vizepräsident Marc Grünbaum und dem Hauptdelegierten des KKL Deutschland, Ari Lipinski, beschloss Kurosczyk den Abend, welcher vom Hotel Hilton Frankfurt und der Catering-Firma Koffler & Co. gesponsert wurde.


