Denkpause für ICZ
Nein, ausgestanden ist die Krise in der ICZ noch nicht. Genau wie das neue Jahrhundert bei Null zu beginnen, ist auch gar nicht angesagt. Zu tief sind die Risse, die vor und nach den Vorstandswahlen entstanden sind. Nach allem ist jetzt eine Denkpause nötig. Aber eine äusserst aktive: Über Statuten und Gemeindeordnung muss zügig nachgedacht, eine befriedigende neue Wahlordnung lange vor den nächsten Wahlen beschlossen werden. Denn zwischenzeitliche Rücktritte und Neuwahlen wird es immer geben, und sie sind genau so ernst zu nehmen wie jene in der öffentlichen Politik. Auf einem anderen Gebiet braucht es jedoch in der ICZ zur Denkpause hinzu einen raschen Neubeginn - nämlich in der Handhabung der Kandidatenauswahl einerseits und der freiwilligen Mitwirkung in Gemeindegremien andererseits. Es ist zwar einfach, sich als Mitglied damit zufrieden zu geben, wenn der Vorstand nach langem Suchen doch noch jemanden findet, der oder die bereit ist, Arbeit zu übernehmen, die sonst niemand leisten will. Aber es müsste möglich sein, nicht mit dem erstbesten - oder gar zweit- und drittbesten - Ersatz vorlieb nehmen zu müssen. Dazu sollte der Vorstand wohl seine Neutralität bei Kandidaturen neu definieren. Dieses Ziel braucht einen effizienten Aufbau von möglichen Kandidatinnen und Kandidaten. Mit welchem attraktiven Angebot werden denn heute die jungen Erwachsenen als aktive Mitglieder in der Gemeinde behalten? Dass sie sich engagieren wollen, zeigte sich nicht zuletzt in mehreren Voten während der zweiteiligen Gemeindeversammlung. Doch nach dem Verlassen des Jugendbunds und allenfalls noch nach dem Dienst in der Sicherheit stehen sie am Ende ihrer Möglichkeiten und müssen bestenfalls auf Vereine ausweichen, sofern es ihnen nicht schon vorher total «abgelöscht» hat. Öfters geäusserte gute Vorsätze allein genügen hier nicht. Es müsste diesen Jungmitgliedern ein Anreiz geboten werden. Die Chance zu vermehrter Mitarbeit, beispielsweise. Nur so lassen sich übrigens frühzeitig künftige Exekutivmitglieder finden. Eine gewisse Altersgrenze für die Gremien wäre dafür nötig, denn die Amtszeitbeschränkung allein reicht nicht. Eine lohnenswerte Aufgabe, für mehrere Ressorts. Aber sie müsste subito angepackt werden. Vielleicht würde dann auch wieder der minimale Anstand zurück kehren, persönlich anwesend zu sein, wenn man neu in ein ICZ-Gremium gewählt werden will. Ob in den Vorstand oder eine Kommission - ohne echte Not ist eine Abwesenheit für Neukandidaten am Wahlabend unzulässig. Siehe oben: Es geht hier um ein dringend nötiges neues Miteinander in Respekt und Würde.


