Klug
Abramowitsch hat dem Gericht erklärt, er habe erhebliche Zahlungen an ältere Oligarchen geleistet, um Anteile an Russlands Öl- und Erzvorkommen zu erwerben. Um deren Verteilung brachen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wilde Kämpfe aus. Während dieser Jahre will sich Abramowitsch durch seine Schutzgelder abgesichert haben. Finanziell gesehen, hat er dabei klug gehandelt: Das Vermögen des 41-Jährigen wird heute auf 15 Milliarden Euro geschätzt. Beresowski wirft Abramowitsch vor, sich illegal und mit Unterstützung der russischen Staatsführung Anteile aus seinen Unternehmen angeeignet zu haben. Dazu gehören laut der Anklage der Fernsehsender ORT, der Ölkonzerns Sibneft und der Aluminiumproduzent Russki Alumini. [AM]


