Synagogenbauten: Buchvernissage
Jacques Picard, Leiter des Instituts für Jüdische Studien in Basel, lobte den Autor Epstein für sein kulturwissenschaftliches Werk, das überaus angenehm zu lesen sei. Denn da werde beispielsweise beschrieben, wer aus welcher Kommission mit wem aus einer anderen Kommission debattiert habe.
«Sie kennen das, meine Damen und Herren; man streitet sich und was kommt dabei heraus? Synagogen!» Der Autor und Architekt Ron Epstein zeigte anhand der Synagoge Löwenstrasse, dass Aussenstehende, in diesem Fall die Zürcher Denkmalpflege, oft mehr Wertschätzung für einen Bau aufbringen als die jeweilige Gemeinde selber, hier die Israelitische Cultusgemeinde Zürich. Epstein erinnerte daran, wie die Gemeindemitglieder 1993 aus mehreren Varianten für die Synagogenrenovation sinnigerweise jene mit dem Namen «Null plus» wählten. Er selber wirkte dann bei der Renovation mit. Weit mehr als 100 Gäste sassen am Dienstag bei der Buchvernissage in der Synagoge und freuten sich über die musikalische Umrahmung durch den Synagogenchor, der Kompositionen von Ron Epsteins Vater sang. [vb]
Ron Epstein-Mil: «Die Synagogen der Schweiz. Bauten zwischen Emanzipation, Assimilation und Akkulturation.» Chronos Verlag, Zürich 2008. Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in der Schweiz, Band 13, Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds.


