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20. Juni 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 25 Ausgabe: Nr. 25 » June 20, 2008

«Rubinomics»

June 20, 2008
Als Kandidat der Demokraten für die US-Präsidentschaft sammelt Barack Obama die Prominenz seiner Partei um sich. So hat er den 37-jährigen Harvard-Ökonomen Jason Furman zu seinem Chefberater für Wirtschaftspolitik ernannt. Furman steht dem ehemaligen Finanzminister Robert Rubin nahe, der als Vater des Booms der Clinton-Jahre gilt.
<strong>Jason Furman </strong>

Furman hat 2004 John Kerry unterstützt und war zuletzt Direktor des Hamilton Projects, einem von Rubin gegründeten Forschungsinstitut. Während Furman erklärt, er werde Obama in «grundsätzlichen Fragen» beraten und «keine persönliche Agenda verfolgen», protestiert der Gewerkschaftsverband AFL-CIO gegen die Wiedereinführung der «Rubinomics» auf die Agenda der Demokraten. Linke Demokraten halten Clinton und Rubin vor, die Wall Street und die Grossindustrie zulasten der arbeitenden Bevölkerung bevorzugt zu haben. Obama signalisiert mit der Wahl, dass er trotz populistischer Töne auf das Wohlwollen der Finanzmärkte nicht verzichten will. Rubin, als Vorsitzender des Exekutivkommittees der Citigroup einer der einflussreichsten Männer an der Wall Street, revanchiert sich, indem er Obama «rückhaltlose Unterstützung» zusichert. [am]


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