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13. Juni 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 24 Ausgabe: Nr. 24 » June 13, 2008

Pinoierin

June 13, 2008
Die Zeichnungen der Nazca in Peru beflügeln die Fantasie von Wissenschaftlern seit ihrer Entdeckung im Jahr 1901, als der deutsche Archäologe Max Uhle im Ica-Tal die Kultur der Nazca, der Vorfahren der Inka, erforschte. Auf mehr als 500 Quadratkilometern erstrecken sich Bodenzeichnungen (sogenannte Geoglyphen).
<strong>Maria Reiche</strong>

Seit 1994 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Massgeblich mitverantwortlich für den Erhalt und die Erforschung der Zeichnungen war Maria Reiche. In Dresden geboren, studierte sie Mathematik, Physik und Geografie. Mit 29 Jahren verliess sie Deutschland Richtung Peru. Bedingt durch die politische Situation in Deutschland, wollte und konnte Maria Reiche nicht mehr zurückkehren.

1939 machte sie Bekanntschaft mit den Zeichnungen und begann sie zu untersuchen. Sie vermass ein riesiges Gebiet zu Fuss, dokumentierte einen Teil der Linien aus der Luft und liess sich auch durch Krankheit und Alter nicht daran hindern. Maria Reiche lebte Jahrzehnte lang in einer bescheidenen Hütte am Rande der Pampa Colorada. Im Alter wurde ihre Arbeit sowohl von Peru als auch von Deutschland gewürdigt und ausgezeichnet. Am 8. Juni vor zehn Jahren verstarb die Pionierin der Forschung in ihrer Wahlheimat. [TA]


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