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16. Mai 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 20 Ausgabe: Nr. 20 » May 16, 2008

Gegen die Palästina-Lobby

May 16, 2008
Den Widerstand gegen die Palästina-Lobby verstärken will Karl H. Mörschel, der als Nachfolger von René -Benesch zum Präsidenten der Gesellschaft Schweiz-Israel Bern gewählt wurde.

Vor 40 Jahren war er in seiner Geburtsstadt Frankfurt a. M. ein Mitstreiter von Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer in der Studentenbewegung. Nebst Philosophie und Soziologie studierte Karl H. Mörschel aber auch Medizin, und in der Folge war er mehrere Jahrzehnte als Kinderarzt tätig. Jetzt, nach seiner Pensionierung, engagiert er sich in der Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) Bern. Er tue dies, weil er besorgt wahrnehme, «dass Antisemitismus und Antiisraelismus in unseren Ländern zunehmen», erklärte er bei seiner Vorstellung. Gerade auch in Bern gewinne die Palästina--Lobby immer mehr an Einfluss – «in den Medien, in der reformierten Kirche, in den Parteien, in der öffentlichen Meinung». Dem «entgegenzuwirken und ihm nach Möglichkeit den Riegel zu schieben» sieht er als Hauptaufgabe der GSI an. Mit Massnahmen, die er in nächster Zeit mit seinem Vorstand diskutieren will, möchte er dazu die Öffentlichkeitsarbeit verstärken, kündigte er bei seiner Wahl zum Präsidenten an.

Der abtretende Präsident René Benesch, der im Vorstand verbleibt, bedauerte in seinem Jahresbericht die Abwahl der Schweizerischen GSI-Präsidentin Vreni Müller-Hemmi aus dem Nationalrat. Mit dem Bern-Jurassier Jean-Pierre Graber (SVP) sei dafür ein anderes GSI-Mitglied neu ins eidgenössische Parlament gewählt worden. Graber setze sich «für unsere Anliegen ein» und habe bereits eine Interpellation zur Ausrichtung der schweizerischen Nahostpolitik eingereicht.

Peter Abelin





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