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25. April 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 17 Ausgabe: Nr. 17 » April 25, 2008

Der Dialog ist wichtig

April 25, 2008
Acht Jahre lang stand er dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund vor, nun tritt Alfred Donath am 1. Mai zurück. Im Gespräch mit tachles spricht er über seinen Einsatz für Transparenz und interreligiösen Dialog, über Probleme zwischen Orthodoxen und Liberalen sowie über Begegnungen mit Bundesräten.
Kontakte geknüpft und Minderheiteninteressen vertreten Der
abtretende SIG-Präsident Alfred Donath (r.) mit Bundesrat Pascal Couchepin
und Rolf Bloch (l.)

tachles: Während vier von acht Jahren Ihrer Amtszeit als SIG-Präsident war die Affäre um den World Jewish Congress (WJC) und Israel Singer ein zentrales Thema. Was sind letztlich die Resultate Ihres Einsatzes?

Alfred Donath: Fest steht, dass das beim WJC vorherrschende Klima, welches davon herrührte, dass gewisse Personen nicht kontrolliert wurden und praktisch nach Belieben handeln konnten, heute verschwunden ist – auch wenn es noch weitere Punkte zu verbessern gilt.

Zum Beispiel?

Was dem WJC – im Gegensatz zum SIG – unter anderem fehlt, ist eine demokratische Organisationsstruktur. So sieht beispielsweise das Wahlprozedere drei
Repräsentanten für jede Regionalgruppe vor, aber dazu kommen 15, welche vom Präsidenten nominiert werden. Das ist nicht demokratisch.

Also ist das WJC-Problem auch nach dem Abgang von Israel Singer noch aktuell, und die Dinge haben sich nicht wirklich verändert?

In der Tat. Aber wenigstens wurden Direktiven zu den finanziellen Kompetenzen der verschiedenen WJC-Mitglieder herausgegeben, und es ist das Verdienst von Stephen Herbits, dass es diese gibt.

Was war Ihre Motivation, als SIG-Präsident diese Affäre so lange und gegen den Widerstand des European Jewish Congress (EJC) zu verfolgen?

Der SIG unterhielt immer enge Kontakte mit dem Büro des WJC in Genf, und wir waren auch im Begriff, gemeinsam ein grosses Symposium zu den jüdischen Flüchtlingen der arabischen Länder vorzubereiten. Doch dann wurde Knall auf Fall alles abgesagt. Wir hörten, dass das Büro geschlossen und dies vermutlich aufgrund finanzieller Unregelmässigkeiten geschehen sei. Die Buchhaltungsunterlagen, die uns vorlagen, zeigten, dass über das Genfer Büro tatsächlich ungewöhnliche Verschiebungen von Geldern erfolgt waren.

Sie haben Einblick in viele jüdische Organisationen in der ganzen Welt erhalten. Teilen Sie die Auffassung, dass diese generell den heutigen Anforderungen an eine moderne Corporate Governance, Finanzkontrolle etc. hinterher hinken?

Ja, aber es herrscht heute unbestreitbar mehr Ordnung als früher. Zahlreiche dieser jüdischen Organisationen wurden von Leuten geleitet, die ganz einfach Geld zur Verfügung gestellt bekamen und dadurch automatisch Führungspositionen einnahmen. Ein wenig ist das übrigens noch heute beim WJC und EJC der Fall.

Müsste sich das nicht ändern, wenn sie sich ihre politische Glaubwürdigkeit in unseren Tagen bewahren wollen?

Dem stimme ich absolut zu. Beim EJC versucht man dies ja auch zu tun; es wurden eben neue Statuten eingesetzt. Aber es gibt noch viele Punkte, die zu klären sind, im Speziellen die Höhe des Beitrags jedes Landes und die Grösse seiner Delegation.

Welche Art von Persönlichkeiten würden Sie gerne an der Spitze solcher Organisationen sehen?

Ganz klar integre Menschen, die für das Gemeinwohl und nicht für ihren persönlichen Ruhm arbeiten wollen. Wie gesagt geben noch oft jene den Ton an, die Geld haben. Aber es gibt in diesem Bereich doch schon gewisse Verbesserungen.

Sie haben während Ihrer Präsidentschaft die Beziehungen sowohl in interreligiöser wie auch in politischer Hinsicht klar verbessert. War das von Anfang an Ihre Absicht, oder ist es einfach geschehen?

Ich war immer ein Vorkämpfer des interreligiösen Dialogs und habe mich dafür eingesetzt, zu manifestieren, dass es den SIG gibt. Vor zehn Jahren kannte man unseren Verband so gut wie gar nicht. Was sich im Laufe dieser acht Jahre stark verändert hat, ist, dass der SIG heute präsent ist; man kennt ihn, man sieht ihn, seine Meinung ist gefragt. Die Juden sind Garanten für eine bestimmte Ethik, Fürsprecher für unsere Moral und die jüdisch-christlichen Werte. Aber es liegt wohl auch ein wenig an der muslimischen Immigration, dass unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Präsenz der Minoritäten und speziell der jüdischen Minorität vermehrt bewusst geworden ist – der Juden, die sich so gut integriert haben, die heute bestens akzeptiert sind und für unser Land eine Bereicherung darstellen.

Ist der interreligiöse Dialog mit den Muslimen vielversprechend für die Zukunft, oder glauben Sie, dass seine Möglichkeiten eher limitiert sind?

Ich glaube, dass dieser Dialog viel bringt. Es gibt keine Widersprüche zwischen Islam und Judentum. Auch wenn es Unterschiede und abweichende Meinungen innerhalb der drei monotheistischen Weltreligionen gibt, so hat sich unterdessen ein sehr positives Vertrauensverhältnis entwickelt. In der Schweiz kann man in jedem Fall offen über religiöse Probleme sprechen, und man scheut sich nicht mehr davor, auch die Unterschiede beim Namen zu nennen – genau aufgrund dieses Vertrauensverhältnisses, das zu einem guten Teil durch den Schweizer Rat der Religionen aufgebaut wurde.

Sie haben vor einiger Zeit vorgeschlagen, den SIG aufzulösen und eine neue Organisation zu schaffen, statt nochmals eine Statutenrevision in Angriff zu nehmen. Wie sehen Sie dies heute?

Tatsächlich glaube ich, dass es nach all den missglückten Reformversuchen gute Gründe dafür gibt, die Dachorganisation der Schweizer Juden einmal anders zu betrachten. So habe ich kürzlich gemeinsam mit einigen Persönlichkeiten, die dem SIG relativ fern stehen, einen Tag lang Überlegungen dazu angestellt. Wir haben ein Dokument vorbereitet, das ich an der kommenden Delegiertenversammlung vorlegen werde. Es gibt keine einfachen und sofort wirksamen Antworten und stellt nicht eigentlich eine Statutenrevision dar, sondern es geht viel breiter auf die verschiedenen Optionen ein, eine Organisation zu definieren, die alle Schweizer Juden vertritt.

Der SIG müsste sich also zwingend ändern, um seinen Anspruch auf eine generelle Vertretung wahren zu können?

Meiner Auffassung nach ganz sicher. Der SIG ist jetzt der Verband, der die Gemeinden unter sich versammelt. Also müsste man zuerst definieren, was eine Gemeinde ist. Die Synagoge ist aber nicht mehr der einzige Treffpunkt der Juden, viele beteiligen sich an den verschiedensten Organisationen, und schon alleine diese Feststellung eröffnet zahlreiche andere Möglichkeiten der Gruppierung.

Muss sich der SIG somit auch für die sozialpolitischen Fragen interessieren, die in den Gemeinden heftig diskutiert werden, wie zum Beispiel interreligiöse Ehen, und wie ist in diesem Zusammenhang Ihre persönliche Position?

Interreligiöse Ehen sind ein halachisches Problem, und ich denke, dass man die Meinung der Rabbiner einholen muss, um zu wissen, wie man damit umgehen soll.

Und wenn Sie es aus einem rein sozialpolitischen und nicht aus einem halachischen Blickwinkel betrachten? Sehen Sie eine Lösung dafür?

In unserer Zeit ist die jüdische Identität in Gefahr, zahlreiche Juden sagen sich von ihrer Religion los. Die christlichen Kirchen sind übrigens mit dem gleichen Problem konfrontiert. Die Lösung besteht ohne Frage darin, unserer Jugend eine solide jüdische Identität zu geben, und dies ist Teil der vom SIG – mit einem gewissen Erfolg – verfolgten Ziele.

Ein weiterer Schwerpunkt der acht vergangenen Jahre war die Nichtaufnahme der liberalen Gemeinden in den SIG. Was war in dieser Hinsicht Ihre persönliche Zielsetzung?

Ich muss zugeben, dass ich gedacht hatte, eine Aufnahme der liberalen Gemeinden in den SIG sei möglich – ich habe das auch ausgesprochen. Ich habe sicher die Reaktion der orthodoxen Gemeinden, die sich dem widersetzt haben, unterschätzt

Worauf beruht diese Unmöglichkeit?

Es gibt einen Zwiespalt in der Wahrnehmung des Liberalismus. Viele glauben, dass dieser einfach bedeutet, nicht zu praktizieren. Vielmehr aber gibt es theologische Unterschiedlichkeiten zwischen den beiden. Das liberale Judentum beruht auf der Annahme, dass die von Moses, also von einem Menschen, geschriebene Thora keinen absoluten Anspruch hat und demnach geändert werden kann. Persönlich respektiere ich die liberalen Juden dafür, dass sie eine Überzeugung haben und sich engagieren, im Gegensatz zu vielen Juden in den Mitgliedsgemeinden des SIG, die oft nur Indifferenz gegenüber den Geboten der Religion zutage legen.

Die danach aufgenommene Zusammenarbeit ist aber nicht nur am Widerstand der Orthodoxen zerbrochen. Was waren die Gründe für deren Abbruch?

Gewisse politische Kreise anerkennen die Liberalen nur sehr beschränkt. Deshalb gibt es heute in den liberalen Gemeinden ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung, was auch absolut legitim ist. Aber es hat dazu geführt, dass sie manchmal gegenüber dem SIG eine etwas aggressive Haltung eingenommen haben.

Ihre Nichtaufnahme bedeutete nichtsdestoweniger einen historischen Einschnitt. Hätte dieser nicht durch ein homogeneres Auftreten der SIG-Geschäftsleitung (GL) vermieden werden können?

Überhaupt nicht, wenn auch unbestritten ist, dass es in der GL Vertreter der reinen Orthodoxie gibt, die bei einer Aufnahme der Liberalen hätten demissionieren müssen, weil ihre Gemeinden dann aus dem SIG ausgetreten wären. Letztlich konnte die GL ja keine einheitlichere Haltung gegenüber diesem Problem haben als der ganze SIG selbst.

Aber noch nicht einmal die Einheits- oder nicht orthodoxen Gemeinden haben sich kollegial hinter die Mehrheit des Centralcomités (CC) gestellt.

Das ist richtig. Aber während zum Beispiel die ICZ ihren Delegierten nicht die Wahl gelassen und die Direktive herausgegeben hatte, zugunsten der Aufnahme der Liberalen zu stimmen, war die Gemeinde von Genf sehr uneins. Dort hatte man versucht, einen Zusammenschluss mit der liberalen Gemeinde zu erreichen, aber dies wurde abgelehnt und hätte innerhalb der Einheitsgemeinde, welche die CIG ja ist, eine Spaltung herbeigeführt.

Eine lange Geschichte, die glücklicherweise ein gutes Ende gefunden hat, ist jene des Berges du Léman, das bald verkauft wird. Ein gutes Geschäft angesichts der 800000 Franken, die das Gebäude jährlich an Mietzinsen einbringt?

Es war meiner Meinung nach angesichts des Umstandes, dass derzeit nur noch zwei jüdische Personen dort wohnen, ein weiser Entscheid des CC, dass es für den SIG keinen Grund gibt, ein Altersheim zu unterhalten. Und man sollte nicht vergessen, dass das Haus während vieler Jahre finanziell ein Fass ohne Boden war und für den Unterhalt viel investiert werden musste. Nun ist es zwar zu weiten Teilen saniert, aber es kann immer wieder neue grosse Probleme geben, denn das Gebäude ist relativ alt. Natürlich wird es für uns finanziell kein Coup sein, denn höchstwahrscheinlich werden die Kapitalzinsen unter dem Mietertrag von aktuell 800000 Franken liegen. Aber zumindest tragen wir auch kein Risiko mehr.

Denken Sie, dass der Verkaufserlös im Eigentum des SIG bleiben und gut angelegt werden soll?

Ich meine ja, sicher. Wir wissen ja überhaupt nicht, ob wir nicht eines Tages wieder mit einem Flüchtlingszustrom konfrontiert werden. Einige Gemeinden hingegen wollen, dass ein Teil des Vermögens des SIG verteilt wird. Aber es wird bei einer zukünftigen Delegiertenversammlung liegen, darüber zu entscheiden.

Konnte der SIG dank seiner guten Kontakte zu den Bundesräten wichtige Anliegen im Bundesrat anbringen?

Zuerst einmal muss man die Illusion aufgeben, dass der Bundesrat Gewehr bei Fuss steht und alles sofort erledigt, nur weil der SIG ein Anliegen hat. Wir sind zahlenmässig eine ganz kleine Gemeinschaft. Sicher ist, dass man uns zuhört und wissen will, was wir denken. Wir haben uns mehrfach mit den Herren Blocher, Schmid und speziell Couchepin getroffen. Vor allem aber mit Frau Calmy-Rey, die demjenigen Departement vorsteht, das uns die grössten Probleme beschert. Sie hat immer versucht, uns ihre Position zu erklären, sie wollte, dass wir verstehen, was sie tut und aus welchen Gründen sie es tut. Um welchen Bundesrat immer es auch geht: Wenn wir um ein Gespräch bitten, wird es uns stets und schnell bewilligt. Aber oft war es beispielsweise Frau Calmy-Rey, die mich spontan angerufen hat, um mir Informationen zu geben.

Sie sind einer ziemlich heterogenen Geschäftsleitung vorgestanden, deren Aktionen im Zuge dieser acht Jahre manchmal ein Hindernis waren. Wie haben Sie diese Aufgabe angepackt?

Die GL setzt sich aus verschiedenen starken Persönlichkeiten zusammen. Ich erinnere mich, bei unserer ersten Sitzung gesagt zu haben, dass man mich als Primus inter pares verstehen soll und dass ich davon ausgehe, dass wir als Team zusammenarbeiten. Aber letztlich glaube ich, dass ich zu oft den Konsens gesucht habe, und einige haben unter Berufung auf Demokratie verlangt, dass wir regelmässig abstimmen. Das hat nicht immer eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Aber ich muss sagen, dass sich die Mitglieder stets stark engagiert, eine Anzahl sehr beachtlicher Projekte ins Leben gerufen und sich ein Netzwerk aufgebaut haben.

Der SIG hat aber nicht immer die erhofften positiven Resultate erzielt …

Da bin ich mir nicht so sicher. Was beispielsweise das legitime Trachten der Juden nach Erhalt der Schächtbewilligung in der Schweiz anbelangt, so hat diese Debatte letztlich eine hasserfüllte Debatte mit vielen antisemitischen Aussagen provoziert. Nur aus diesem Grund haben wir mit Herrn Couchepin gemeinsam entschieden, den Antrag zurückzuziehen. Was den Kampf gegen den Antisemitismus betrifft, habe ich als einer der ersten zu bedenken gegeben, dass es zwar nicht mehr Antisemiten als früher gibt, diese sich heute aber zu manifestieren wagen, was in den letzten 50 Jahren nicht der Fall war. So haben wir den Beschluss des Bundesrats, den Artikel 261bis nicht zu verändern, mit Befriedigung begrüsst. Schon dessen reine Existenz hält auch die Antisemiten zurück, und unsere Situation in der Schweiz ist im Vergleich zu den Oststaaten, zu England, Frankreich und sogar Deutschland sehr viel komfortabler.

Und trotzdem hat der Kampf gegen Antisemitismus des SIG den Eindruck einer komplizierten, intransparenten und wirkungslosen Organisation hervorgerufen.

Ich glaube nicht, dass eine Unterschiedlichkeit der Lösungsansätze ein Übel ist. Der SIG arbeitet mit der Cicad, mit «David», der GRA und auch der Licra zusammen und hat wirklich versucht, diese Aktivitäten zu koordinieren. Aber sogar innerhalb des SIG war nicht jedermann von der Wichtigkeit dieser Aktionen überzeugt. Der Kampf gegen den Antisemitismus spielt sich hinter den Kulissen ab, also weniger in der Transparenz und auf der Strasse. Man muss engagierte Gruppen, ein parlamentarisches Lobbying aufbauen. Das geschieht nicht in der Öffentlichkeit.

Was waren in der Retrospektive die Freuden und Leiden dieser acht Jahre?

Was sich im Positiven stark verändert hat, ist die Wahrnehmung des SIG, der sich heute gegen aussen eines sehr guten Rufes erfreut. Die Juden fürchten sich nicht mehr davor, ihre Jüdischkeit gegen aussen zu tragen; Juden, die sich ihrer Zugehörigkeit schämen, gibt es praktisch nicht mehr. Hingegen gibt es aber noch viele Juden, die glauben, es sei besser, sich still und versteckt zu halten und sich so wenig wie möglich zu manifestieren. Diese Einstellung gibt es, und ich habe mich auch gegen jene wehren müssen, die so denken. Ich bin und bleibe überzeugt davon, dass wir Werte haben, die wir an die Gesellschaft weitergeben können und die sie bereichern. Was andere Aspekte dieses achtjährigen Präsidiums anbelangt, ist es klar, dass man es immer noch besser machen kann, und ich bedaure, dass wir nicht durch eine einzige Dachorganisation vertreten werden können. Das Problem der Kommunikation ist auch noch nicht in idealer Weise gelöst, aber dazu muss man anerkennen, dass ich seit eineinhalb Jahren ohne einen Generalsekretär habe arbeiten müssen.

Mit welchen Gefühlen werden Sie sich am 1. Mai verabschieden?

Ich werde sagen, dass ich mit Sicherheit nicht mit allem Erfolg gehabt habe, was ich unternehmen wollte, aber es doch wenigstens wirklich versucht habe. Jeder hat seine Qualitäten und Mängel, und wenn ich heute acht Jahre zurückgehen und noch einmal bei Null anfangen könnte, gäbe es sicherlich Etliches, das ich in der Führung des SIG anders machen würde. Ich habe mich im Laufe dieser acht Jahre ein wenig verändert, und das hat mich manchmal in Widerspruch zu einigen Mitgliedern des CC oder auch der GL gebracht. Aber ich glaube, dass unsere GL in dieser Zeit sehr viel mehr Projekte lanciert hat als je zuvor, und zum Teil sind diese Projekte hervorragend und funktionieren sehr gut. Weiter glaube ich, dass der SIG an Transparenz gewonnen hat und viel mehr kommuniziert als früher.

Was werden Sie Ihrem Nachfolger am 1. Mai sagen?

Ich denke, dass ich ihm sagen werde, dass er vielleicht viel mehr als ich versuchen sollte, sich nicht nur gegenüber der GL, sondern ganz generell durchzusetzen, denn schliesslich ist der Präsident immer noch jene Person, die sich in der Politik, in der Situation am besten auskennt und sie anders beurteilen kann als seine Mitarbeiter, die sie lediglich durch ihre eigene Brille und aus ihrem eigenen Blickwinkel sehen.

Interview: Yves Kugelmann





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