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18. August 2017, 17. Jahrgang, Ausgabe 33 Ausgabe: Nr. 33 » August 18, 2017
August 23, 2017

Nach Angaben der italienischen Regierung werden die Exporte italienischer Etrogim für Sukkot (Laubhüttenfest) trotz der EU-Sanktionen gegen Moskau wegen dessen Krim-Politik nicht gefährdet sein. Das erklärte Berel Lazar, einer der russischen Oberrabbiner. Das Abkommen, welches die für das jüdische Fest unabdingbar notwendige Zitrusfrucht von irgendwelchen Sanktionen ausnimmt, ist jetztes Jahr erzielt worden. Es gilt laut Lazar auch für die im Juni verhängte Ausweitung der Sanktionen. Dabei beruft der Rabbiner sich auf Verlautbarungen einer Lokalregierung in Italien. Weil es sich um ein religiöses Produkt handle würden sie laut Rabbiner Lazar sicherstellen, dass keinerlei Saktionen die Etrogim betreffen werden. «Russland importiert die Etrogim als religiöse Artikel, wodurch sie von der Besteuerung ausgenomen sind.» In der Region von Kalabrien werden jedes Jahr zehntausende Exemplare der Etrogim für den Export geerntet. Rund hundert Bauern befassen sich mit der Arbeit. Etrogim wachsen auch in Israel und Marokko. Wegen eines unerwartet kalten Winters waren dieses Jahr rund 90 Prozent der Etrog-Ernte unbrauchbar. Die daraus resultierende Knappheit führte zu einer explosionsartigen Preissteigerung für erstklassige Etrogim aus Kalabrien auf bis zu 500 Dollar pro Stück. Unmittelbar nach Sukkot fällt der Preis für die Etrogim, aus denen die Lokalbevölkerung Konfitüre macht, auf einen Dollar pro Pfund. TA

 

 





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